Aachener Zeitung, 23.12.2006

Tür zu Weihnachten weit aufgestoßen

MGV "Orphea" begeisterte mit seinem Konzert

Würselen. Festlich-fröhlich stieß der Männergesangverein "Orphea" Bardenberg durch sein adventliches Konzert die Tür zum Weihnachtsfest bei seinen Besuchern weit auf. Sie waren so zahlreich seiner Einladung in die Pfarrkirche St.Petrus und Paulus gefolgt, dass Stühle gerückt werden mußten. Unter der souveränen Leitung von Willy Beckers stimmten die rund 30 Sänger mehrstimmig meist bekannte kirchliche und weltliche Lieder aus allen Herren Ländern an und spannten dabei einen weiten Bogen von den Bahamas bis nach Sizilien. Instrumentale Unterstützung erfuhr die "Orphea" bei der Programmgestaltung durch ein Streichensemble der "Sinfonietta Regio", ebenfalls unter dem Dirigat von Willy Beckers.

Flötenkonzert

"Weihnachtsglocken" ließ der in den Stimmen ausgewogene Chor zu Beginn des Konzerts erklingen, wobei Josef Mohrs und Franz Grubers 1812 in Oberndorf im Salzburger Land erstmalig erklungenes "Stille Nacht, heilige Nacht" aus der Ferne grüßte. Abwechslung ins Programm brachte das Flötenkonzert F-Dur des italienischen Komponisten Giovanni B.Sammartini, der Sinfonien und Trio-Sonaten im vorklassischen Stil schrieb. Begleitet von einem vierköpfigen Streichensemble stellte der junge Solist Nico Jeung auf seiner Blockflöte seine technische Versiertheit unter Beweis.
"Ein Stern strahlt" - mit diesem Lied übermittelte der Chor Grüße aus Mittelamerika, bevor er unter anderem durch die Volksweise "Fröhliche Weihnacht überall" einen Hauch englischer Weihnacht durch das Gotteshaus wehen ließ
Musikalisch-besinnlich ging es mit den Steichern von "Sinfonietta Regio" weiter, erst mit "Canon in D" von Johann Pachelbel, dann mit dem "Largo" aus der Oper "Xerxes" von Georg Friedrich Händel und der "Pastorale" aus dem "Concerto grosso per il Santissimo Natale" von Francesco Manfredini.
Gemeinsam intonierten Sänger und Streicher das bekannte Kirchenlied "Zu Bethlehem geboren", die "Hymne an die Nacht" von Ludwig van Beethoven und Georg Friedrich Händels "Tochter Zion". Auch mit diesen Darbietungen traf der wohl temperierte Klangkörper den Nerv der erwartungsvoll gestimmten Konzertbesucher. Gemeinsam stimmten sie mit der "Orphea" und dem Steichensemble in das Adventslied "Wachet auf, ruft uns die Stimme" ein und sangen mit ihnen gemeinsam das "Halleluja für und für".