Aachener Zeitung, 21.08.2003

Slawische und italienische Volksweisen

Herbstkonzert der "Orphea" mit Solisten Taghadossi

Würselen. Die Probenarbeit des MGV Orphea Bardenberg läuft auf vollen Touren. Seit Wochen studieren die Sänger unter Dirigat von Willy Beckers ein anspruchsvolles Programm für das Herbstkonzert am 18. Oktober ein. Im Mittelpunkt stehen Werke von Mozart und Verdi sowie Operettenmelodien von Strauß, Dostal und Raymond. Darüber hinaus wird der Chor ein Potpourri slawischer Volkslieder zu Gehör bringen.
Zum ersten Mal hat die Orphea einen Gesangssolisten verpflichtet: Mario Taghadossi. Der 1958 in Teheran geborene Solist studierte in seiner Heimatstadt zunächst Gesang und Violine, bis er von der Persischen Operngesellschaft ein Stipendium für die USA erhielt. Als tenoraler Bass vervollständigte er sein Studium in Los Angeles und belegte Meisterkurse bei Sherill Milnes, Renata Tebaldi sowie Luciano Pavarotti an der berühmtesten Meisterschule "Julard School" in New York. Unter anderem gastierte er mehrere Jahre an der Wiener Staatsoper und an anderen renommierten Opernhäusern in Europa. Tourneen führten ihn nach Spanien, Russland und Japan. Seit 20 Jahren lebt und arbeitet er in Deutschland. Bei seinem Auftritt in Bardenberg wird er Arien von Rossini, Verdi und Bizet zu Gehör bringen. Aus seiner Liebe zur leichten Muse macht Mario Taghadossi keinen Hehl. Im Programm wird er Lieder von Lehar und bekannte italienische Volksweisen darbieten. Begleitet wird er von der mehrfach ausgezeichneten Konzertpianistin Katja Schönafinger. Bei der "Orphea" übernimmt Kreischordirektor Rolf Besse die Klavierbegleitung.