Aachener Zeitung, 10.05.2001

Sehnsucht nach Sonne kam auf

Auftritt am 10.05.2001 in der Mehrzweckhalle 'An Wilhlemstein'

Vielseitiges Konzert in Bardenberg - Mandolinenorchester und MGV "Orphea" - Gäste aus Thüringen machten mit

Bardenberg. Im Verein mit dem Mandolinenorchester Bardenberg bot der Männergesangverein "Orphea" Bardenberg während seines Frühjahrskonzerts seinen Zuhörern über zwei Stunden lang musikalische Unterhaltung auf hohem Neveau.

Seinen Beitrag zur Programmgestaltung leistete der MGV "Waldecho" 1911 Oberneubrunn, der in Begleitung von Landrat Thomas Müller den Weg aus dem thüringischen Kreis Hildburghausen ins "Dörflein an der Wurm" gefunden hatte. Über die Resonanz freute sich "Orphea" - Vorsitzender Hans Schunk.

"Feldeinsamkeit"
Unter dem Dirigat von Karl-Heinz Kuck trat die "Orphea" zum Konzert an. Festlich getragen stimmte sie mit "Feldeinsamkeit" von Ernst Wedel in das Programm ein. Weitere Kostproben seines Leistungsvermögens lieferte der rund 30-köpfige Klangkörper mit romantischen Kunstliedern aus der Feder von Franz Schubert ab, darunter auch die beiden bekannten Titel "Die Nacht" - ein wahrer Ohrwurm - und "Der Gondelfahrer", bei dem Cornel Mahr die Klavierbegleitung übernahm. Volkstümlich beschwingt setzte der Bardenberger Chor mit dem "Trommler Lied" und "Mala Mola" einen die Zuhörer begeisternden Schlusspunkt.
Mit "Kleine Festmusik" stellte sich das Mandolinenorchester unter der souveränen Leitung von Herbert Huppertz vor, ein durch Flöte und Akkordeon abgerundeten Klangkörper. Solistisch gekonnt trat der Flötist in Beethovens "Romanze F-Dur" in Erscheinung. Tänzerisch leicht machte das Orchester mit dem "Menuett" aus "Don Juan" einen Abstecher zu Mozart, arrangiert von Konrad Wölki.
Diverse Abstecher in südlichere Gefilde machten die gut gelaunten Musikanten im zweiten Programmteil. Vor allem beim "Spanischen Ständchen" und bei "Noche de Estrellas" von Malando weckten sie bei den Zuhörern Sehnsüchte nach Sonne und Wärme. Denn davon war draußen vor den Türen der Mehrzweckhalle An Wilhelmstein keine Spur zu sehen. Mit dem "Weihelied" aus der "Zauberflöte" von Mozart grüßten die thüringischen Gäste ihr Bardenberger Publikum. Bevor sie mit "Santa Maria" und "Nächtliches Ständchen" von Schubert ins romantische Liedgut wechselten. Der MGV "Waldecho" überbrachte auch Grüße aus seiner wunderschönen Heimat. Mit "Frei Weg" verabschiedeten sich Sänger und Musikanten von der Bühne, um anschließend im Foyer mit ihren Zuhörern auf einen gelungenen Konzertabend anzustoßen, aber auch um die Bande der Freundschaft mit den thüringischen Gästen fester zu knüpfen.