Aachener Nachrichten, 24.09.2008

Zuhörer singen kräftig mit

Viel Beifall beim Herbstkonzert des MGV "Orphea" Bardenberg

Würselen. Abwechslungsreiche Harmonien bot der Männergesangverein "Orphea" Bardenberg unter seinem neuen Dirigenten Willi König beim Herbstkonzert 2008 in der Mehrzweckhalle an Wilhelmstein. Bereits die Zusammenstellung des Programms trug eindeutig dessen Handschrift. Handelte es sich doch um einen Mix von Filmmusik über Operettenmelodien bis hin zu slawischen Volksweisen.
Eine Bereicherung war der Auftritt des 1.Akkordeon-Orchesters Breinig unter der sicheren Stabführung von Irene Hermanns-Bonaventura. Es hinterließ durch sein gekonntes, variationsreiches Spiel einen nachhaltigen Eindruck und wurde von den Zuhörern mit viel Beifall bedacht.
Mit Kompositionen von Werner Richard Heymann unternahmen die Sänger einen Ausflug in die Filmwelt. Bei "Ein Freund, ein guter Freund" grüßten die "Drei von der Tankstelle". Ganz nach dem Geschmack des Publikums war auch "Irgendwo auf der Welt", bevor es bei "Mein kleiner grüner Kaktus" ein Wiederhören mit den "Comedian Harmonists" gab.

Appetit auf mehr

Flott setzte das Akkordeon-Orchester den "Intercity" auf die Schiene, eine Komposition von Adolf Götz mit vielen Tempi- und Taktwechseln. Auch bei der Lustspiel-Ouvertüre von Bela Keler präsentierte sich ein harmonischer Klangkörper, der Appetit auf mehr machte. Ihn stillten die Musikanten aus Breinig mit "Wein, Weib und Gesang" von Johann Strauß. Mit klangschönen Bildern entführten sie beim "Maske in Blau"-Medley nach San Remo.
Gerne griff Dirigent Willi König, der im netten Plauderton von Melodie zu Melodie führte, die Idee von Zuhörern auf, das eine oder andere Lied gemeinsam anzustimmen. Die Konzertbesucher ließen sich nicht zweimal bitten. Aus voller Brust schmetterten sie "Wem Gott will rechte Gunst erweisen", "Ich hab' mein Herz in Heidelberg verloren" und "Das macht die Berliner Luft". Auch wenn es beim Kanon einmal hakte - Hauptsache war, das Publikum hatte seinen Spaß am gemeinsamen Singen.